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Herrn Clemens lernte ich durch Vermittlung seiner Mutter Roswitha kennen. Er hatte im Jahr 2009 soeben seinen Abschluss bei der KIZ Management GmbH, München geschafft und wollte sich selbständig machen. Frau Clemens beschrieb mir ihren Sohn als ideenreich mit sehr guten Ansätzen, aber noch wenig erfahren mit den Problemen einer Unternehmensgründung.
Das Studium des Lebenslaufes von Sebastian Clemens eröffnete mir sehr schnell den Einblick in den Reichtum seiner Talente. Schon zu Zeiten seines Grundschulbesuches entdeckte er selbst sein Interesse für Bücher. Danach dauerte es nicht lange, bis er erste Kurzgeschichten schrieb und mit dem Zeichnen begann.
Ein kleine aber wichtige Geschichte aus seinem Deutschunterricht hat mich in diesem Zusammenhang besonders beeindruckt. Auf meine Frage, wie ihm denn der Unterricht gefallen habe, gab er mir eine sehr überraschende Antwort: „nicht besonders“. Was war der Grund?
Immer wenn er einen Aufsatz schreiben sollte, wurde daraus eine sehr lange Abhandlung ohne Schluss. Man könnte auch sagen: Sebastian wollte ein Buch schreiben, konnte es aber wegen der zeitlichen Vorgabe nicht beenden. Die Aufsatznoten für seine „unvollendeten Werke“ waren natürlich entsprechend. Da liest sich die Beurteilung im Eingangslektorat des ersten von ihm vorliegenden Werkes an der entscheidenden Stelle ganz anders. Sie lautet: „… ist der Text … äußerst fesselnd und bleibt überraschend bis zum Schluss“.
Nicht überraschend kam für mich seine als Leidenschaft bezeichnete Freude am Filmen und Fotografieren. Auf diesem Gebiet hat er bereits eine „Nagelprobe“ erfolgreich bestanden.
Im Juli 2009 gewann er gemeinsam mit einem Filmteam den 1. Preis eines Jugendwettbewerbs, der vom Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. gefördert und vom Deutsche Behindertenhilfe – Aktion Mensch e.V. ausgeschrieben wurde. In ihrem Videoclip mit dem Titel „Uche“ zeigen Sebastian Clemens und sein jugendliches Filmteam das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen in Deutschland. Er selbst war als Mitautor des Drehbuchs und Standfotograf am Set daran beteiligt.
Ich wünsche Herrn Clemens viel Erfolg sowohl mit seinem ersten sehr fesselnd geschriebenen Buch “Der Jäger”, das seit 12.03.2011 auf dem Markt ist, als auch für seine bereits in Arbeit befindlichen weiteren Werke. Â
Zu danken habe ich Herrn Jean Choueiri sowie seiner Frau Renate, die dieses Projekt für einen jungen sehr begabten Schriftsteller und Filmemacher finanziell unterstützen.
15.03.2011
Ludwig Utz